Sprechauffälligkeiten, Stottern, Poltern und Co (FAQ)

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Wissenswertes über Stottern, Poltern & Co

In der Wahrnehmung vieler Zuhörer, landen die verschiedenen Sprechauffälligkeiten oft in einem "Topf". Genauer analysiert, erkennen wir unter anderem folgendes:

Was ist Stottern? Eine allumfassende oder allgemein gültige Definition des Phänomen Stottern gibt es nicht, aber folgendes wollen wir festhalten:

Stotterereignisse sind unregelmäßige Unterbrechungen des Redeflusses in Form von Blockaden, Wiedrholungen von Laute, Silben oder Wortteilen oder Dehnungen von Laute. Die Symptome zeigen sich jedoch meist nur in der Kommunikation mit unseren Mitmenschen, z. Bsp. in Gesprächen oder am Telefon. Stottern ist nicht selten mit übermäßiger Anstrengung beim Sprechen verbunden. Die Anstrengung wird in auffälligen Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur oder in zusätzlichen Bewegungen von Kopf, Arm oder Oberkörper sichtbar.
Im Moment des Stotterns weiß der Betroffene genau, was er sagen möchte, ist aber nicht in der Lage, es störungsfrei herauszubringen. Sogleich oder auch schon wenig vorher, reagieren wir bewusst wie unbewusst: unser Herz schlägt und das Blut strömt fühlbarer, wir beginnen manchmal zu Schwitzen oder bekommen einen trockenes Mundgefühl, allgemein erhöht sich die Muskelspannung in einigen Regionen.  Nicht-Sprechen oder das Vermeiden einer Sprechsituation sind aber auch Syptome des Stotterns. Die Kontrolle über den Sprechablauf bzw. über die zum Sprechen gehörenden Muselgruppen geht verloren.
Keine zwei Menschen stottern auf dieselbe Art und Weise. Die "Schwere" des Stotterns kann bei einer einzelnen Person je nach Situation, Wörtern, Laufverbindungen, Gefühlslage oder körperlicher Verfassung stark schwanken.
 
Was ist Poltern? Poltern bezeichnet eine oft sehr schnelle und rhythmisch unpassende Sprechweise. Viele Betroffene sprechen dadurch monoton und undeutlich. Ihre Artikulation ist verwaschen und der Satzbau zum Teil untypisch. In der Summe dieser Symptome sind sie unverständlich.  Für den Zuhörer ist die Kommunikation erschwert. Oft merken die Betroffenen dies erst, wenn ihre Zuhörer immer wieder Rückfragen stellen müssen. Auch die Weise des polternden Sprechens ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. 
 
Was kann man als Betroffener tun?
Ein erster Schritt sollte für den Betroffenen wie für seine Angehörigen, später auch die Freunde der Weg zu anderen Betroffenen sein. Denn ist es nicht oft und lange Zeit so, dass man sich mit seinem "Problem" zunächst doch sehr alleine fühlt? Die Verwandten und Bekannten und man selber kennt niemanden von dem man glaubt das er Ähnliches erfährt. In der gesamten Bundesrepublik haben sich regionale Selbsthilfegruppen gegründet. Die Selbsthilfe bietet eine besondere Plattform zum Austausch untereinander  und zum Teil eine engagierte Öffentlichkeitsarbeit - die ungemein wichtig ist!
Unserer Erfahrung nach sind die Informationen über die verschiedenen Arten von Redestörungen oder Kommunikationsstörungen oder deren Behandlung nicht immer leicht zu finden. Auch unter Medizinern ist das Wissen um diese Themen oft unzureichend.  Und da es sich bei den Kommunikationsstörungen oder Auffälligkeiten, basieren sie nun auf ein mangelndes Sprechkoordinationsvermögen oder einer sozialen Phobie (Angst), immer um sehr individuelle Ausprägungen handelt, kommt man vielleicht nicht drum rum, verschiedene Ratschläge verschiedener Spezialisten einzuholen. Hier bietet sich zum Beispiel an, den Kontakt zur Bundesvereinigung der Stottererselbsthilfe e.V. in Köln zu suchen oder man geht zu einem versierten Spechtherapeuten oder auch zur Kranken- bzw. Gesundheitskasse.
 
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